Neon Museum

Im Neon Museum werden ausgediente Neonreklamen aus der Glitzermetropole gezeigt. Einst luden die glitzernden Schilder zum Eintritt in unterschiedliche Hotels und Casinos ein, heute haben sie im Neon Museum auf dem Neon Boneyard nördlich des Las Vegas Boulevards sozusagen ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Schilder, die eine Geschichte erzählen

1996 wurde das Museum gegründet um den ausgedienten Neonleuchtreklamen einen Raum zu geben. In vielen Fällen wurden die Leuchtschilder von den Häusern nicht gekauft sondern nur geleast. So kam es, dass sich eine Vielzahl von Schildern im Eigentum des Schilderherstellers YESCO befand. Das Unternehmen hat dem Museum seine Lagerbestände überlassen. In der Ausstellung sind mehr als 150 Schilder zu sehen. Die Schilder wurden so angeordnet, dass sie die jüngste Geschichte der Stadt chronologisch erzählen. Viele Relikte stammen aus den 60er Jahren in denen es zu einem wahren "Glitzerboom" in Vegas kam. Die Hotel- und Casinobetreiber wollten sich mit ihren Leuchtreklamen gegenseitig übertreffen und es gab eine riesige Konkurrenz um das größte und auffälligste Schild.

Einzelstücke hängen an der Fremont Street Gallery

Einige Schilder wurden restauriert und sind wieder in ihrem alten Glanz an der Fremont Street zu bewundern. Zu diesen Einzelstücken zählt der weltberühmte reitende Cowboy, der einst vor dem Hacienda-Hotel leuchtete oder die Wunderlampe des Aladdin-Hotels. Doch nicht jedes Schild schafft es in die Ausstellung im Neon Museum, es gibt ein Komitee, das über die Aufnahme einer Neonreklame in das Museum entscheidet. Vor allem Künstler sind im Neon Museum, das sich vor allem über Spenden finanziert, engagiert.

Doch nicht nur Schilder haben ihre letzte Ruhestätte im Neon Museum gefunden. Die Lobby des einstigen "La Concha-Motels" sollte eigentlich abgerissen werden. Stattdessen wurde sie in mehrere Teile zerlegt und im Neon Museum, wo sie jetzt als Besucherzentrum dient, wieder aufgebaut. Das Museum ist nicht ständig für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer einen Besuch plant, sollte sich vorher über die Webseite des Museums anmelden. Die Tickets in Form einer Spende kosten 15 US-Dollar pro Person und sind nicht übertragbar.

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